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„Gänsehaut pur!“

Der Dürerchor des Dürer-Gymnasiums Nürnberg hat als Vertreter des Freistaats Bayern an der 20. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ vom 23. bis 26. Mai 2019 im Saarland teilgenommen und auch am MPG in einem gemeinsamen Konzert mit den MAX VOICES einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Türen des Busses gehen auf – endlich sind sie da! Herzlich begrüßen sich die Musiklehrer/innen Caroline Di Rosa, Karin Jochem und Vinzenz Haab. Sie kennen sich ja schon von dem ersten Planungstreffen Ende Oktober 2018 in Saarbrücken. Schnell und ohne Komplikationen sind die Gäste aus Nürnberg auf die Gastfamilien aus Saarlouis und Umgebung aufgeteilt. Freundliche, erwartungsvolle Blicke … man ist sich schnell einig. Die Chemie stimmt, und so wird es auch für die nächsten drei Tage bleiben. So geht das halt im Saarland.

Aber mal ehrlich: Was verschlägt über 40 waschechte Franken, Schülerinnen und Schüler samt Lehrerin und einem ehemaligen Mitsänger und Schüler des Dürer-Gymnasiums als Begleitperson auf dieser ganz besonderen Chorfahrt, ausgerechnet ins Saarland? Nichts weniger als das seit fast vierzig Jahren bundesweit größte Musikfestival der Schulen. Die Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ findet alle zwei Jahre statt, immer in einem anderen Bundesland. Dieses Mal wurde sie vom Landesverband Saar des Bundesverbands Musikunterricht (BMU) ausgerichtet, dem bundesweit größten Verband von Musiklehrer/innen an allgemein bildenden Schulen. Diese Bundesbegegnung hat seit 1981 zum Ziel, die Vielseitigkeit und die Leistungsfähigkeit schulischer Musikensembles in der Öffentlichkeit zu zeigen, aber auch musikalische Begegnungen zu ermöglichen und zu befördern. Rund 1.000 junge Musikerinnen und Musiker haben dieses vielfältige viertägige Festivalprogramm gestaltet: 550 junge Schülerinnen und Schüler aus 17 Schulensembles, also in der Regel ein Ensemble pro Bundesland, bilden die Bundesauswahl 2019, hinzu kamen Ensembles aus der Großregion „Saar-Lor-Lux“ (Saarland – Lorraine – Luxembourg). In regionalen und danach landesweiten Begegnungen wurden die teilnehmenden Gruppierungen ausgewählt, die ihr Bundesland bei der Bundesbegegnung vertreten durften. Die Ensemblevielfalt reichte in diesem Jahr von kleinen Bandformationen über Bigbands, Percussiongruppen bis hin zu großen Konzertchören und Orchestern. Beteiligt waren alle Schulformen und Altersstufen. In diesem Auswahlprozess ist die bayerische Wahl auf den Dürerchor des Dürer-Gymnasiums Nürnberg gefallen. Wenn das nicht allein schon für das hohe Niveau des Chores spricht! Wir durften gespannt sein auf den Chor, den wir als Gastchor aufnehmen sollten.

Man sollte sich aber nicht täuschen: Diese Bundesbegegnung war tatsächlich eine große Anstrengung für alle Beteiligten! Fünf Stunden und um die 400 km saßen die Schülerinnen und Schüler des Dürerchores bei der Anreise am Donnerstag im Reisebus, fünf Konzerte in drei verschiedenen Städten (Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis) – das innerhalb von drei Tagen, die diese Begegnung gedauert hat. Und am Sonntag, gleich nach dem letzten Begegnungskonzert in Saarlouis, ging’s dann wieder nach Hause und am nächsten Morgen wieder zur ersten Stunde in die Schule. Urlaub ist wahrlich anders!

Und bei all dieser Belastung soll sich der Chor auch noch von seiner besten Seite zeigen? Um es vorwegzunehmen: Er hat’s geschafft! Der erste Auftritt war so etwas wie eine Feuertaufe: Der Lichthof des Saarlouiser Max-Planck-Gymnasiums glich an diesem Freitagmorgen einer Arena mit fast 1000 Zuhörern aller Klassenstufen. Die standen auf drei Etagen, 360°-Rundumblick, der Dürerchor mitten drin. Wahrscheinlich war „High risk, high fun!“ das Motto der Dürer vor dieser Kulisse. Der Einzug in diese Arena erfolgte zügig, die 42 jungen Leute in ihren schwarzen Shirts banden sofort die Aufmerksamkeit, und ohne großes Zuwarten gab Frau Di Rosa den ersten Einsatz. Ein klarer, frischer Klang junger Stimmen erfüllte den Lichthof, schöne, reine Akkorde, moderne Arrangements, ein vielseitiges Programm auf höchstem Niveau – der Dürerchor sang so, als hätte er hier am MPG schon zig Mal gesungen. 1000 Augenpaare schauten gebannt nach unten, 1000 Ohrenpaare lauschten den für sie eher ungewohnten Klängen und belohnten die „Dürer“ mit einem kräftigen Applaus. Der Chor war – das stellte sich schnell heraus – ein erfrischendes und selbstbewusstes Gegengewicht zum gastgebenden Chor MAX VOICES vom MPG unter ihrem Leiter Holger Maas. Deren Schwerpunkt lag natürlich ganz im Bereich Rock/Pop. Auch wenn es für die MAX VOICES ein Heimspiel war – die Messlatte war vom Dürerchor hoch gelegt worden. Aber die eingespielte Truppe um Holger Maas wusste, wie sie das Publikum gewinnen konnte. Groovende Sounds, Solistinnen, die ihre ganze Power in ihren Vortrag legten und damit Chor wie Publikum mitrissen – auch die MAX VOICES sorgten sofort für gute Laune, und zusätzlich animierte Chorleiter Maas das Publikum, kräftig mitzusingen und zu klatschen.

Es war schön zu hören und ohne jeden Zweifel eine Bereicherung, dass jeder Chor seinen ganz eigenen Sound hat und ihn auch überzeugend vorgestellt hat. Erst recht gab es lauten und lang anhaltenden Beifall, als die beiden Ensembles zum Schluss gemeinsam „Engel“ von Rammstein sangen. Selbstverständlich entließ das Publikum den Dürerchor aus der Arena nicht ohne zwei Zugaben. Wenn das kein gelungener Einstieg in die Bundesbegegnung war!

Hätte der Dürerchor bei dieser 20. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ nicht gesungen – es hätte eine ganz besondere, einmalige Facette im Konzert der vielen hervorragenden Ensembles gefehlt! Wir als Schulgemeinschaft des Max-Planck-Gymnasiums schätzen uns glücklich, dass wir diesen hervorragenden Chor in unserer Mitte erleben und dass wir Gastgeber für die Mitglieder des Chores sein durften.

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders die Familien aus unserer Schulgemeinschaft hervorheben, die sich bereit erklärt haben, die Mitglieder des Dürer-Chores aufzunehmen. Ich sage ganz herzlichen Dank im Namen der Schulleitung und der Fachkonferenz Musik! Das ist gelebtes Miteinander!

Vinzenz Haab • Karin Jochem


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