Den Handballern des Max-Planck-Gymnasiums aus Saarlouis gelingt ein noch nie dagewesener Erfolg: Sowohl die Wettkampfklasse III (Jahrgang 2003 u. jünger) als auch die WK II (Jahrgang 2001 u. jünger) gewannen im Rahmen von "Jugend trainiert für Olympia" die Meisterschaft der Saarländischen Schulen und warfen sich somit nach Berlin. Eine riesen Nummer für die Saarlouiser Schule, die - unter der Führung des stv. Schulleiters Reinhard Rings - mit den Trainern Sebastian Hoffmann, Mathias und Andi Ecker seit Jahren erfolgreich arbeitet.

In der WK III setzten sich die MPG-Jungs, die mit vielen jüngeren Spielern angereist und daher eher in der Underdog-Rolle waren, bereits im Halbfinale gegen das leicht favorisierte Gymnasium am Rotenbühl durch (12:8). Die Mannschaft zeigte nach anfänglichen Problemen eine deutliche Steigerung in der Abwehr. Es gelang immer wieder die sich auftuenden Lücken durch aggressive Teamarbeit zu schließen und den Gegner mit Fouls zu stoppen. Im Angriff führte Max Schikofski geschickt Regie und die Jungs fanden über Rückraum-Kanonier Lennart Karrenbauer gute Lösungen.

Euphorisiert aufgrund der überraschenden Halbfinal-Leistung, ging die Mannschaft im Finale gegen das Merziger Peter-Wust Gymnasium sofort mit sechs Toren in Front. Vor allem der Jüngste im Team, Laurin Karrenbauer, übernahm viel Verantwortung und wusste zu überzeugen. Im MPG Abwehr-Bollwerk boten sowohl Rouven Schneider als auch Goalie Vadim Durlescu eine tolle Leistung. Im Stile einer erfahrenen Spitzenmannschaft schaukelten die MPG-Jungs den Vorsprung souverän nach Hause (13:8).

Die WK II, die letztes Jahr aufgrund der schlechteren Tordifferenz den Berlin-Einzug knapp verpasste, wurde in nahezu unveränderter Besetzung ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Halbfinale gegen Marpingen gewann man nach schwacher erster Halbzeit letztlich ohne Probleme mit zehn Toren Differenz. Im Finale wartete das Rotenbühlgymnasium, das sich sicherlich auch Chancen zum Sieg ausrechnete. Doch die Jungs ließen beim 19:7 Endstand überhaupt nichts anbrennen, deklassierten den teils überforderten Kontrahenten. Die Willensstärke in Person von Abwehrchef Jonas Peifer und die Angriffsklasse von Lennart Poncelet sowie Henry Müller führten die Jungs zum Sieg. Grundlage des Erfolgs war eine überragende Abwehr, die ständig Möglichkeiten zu schnellen Toren über die Flügelzange Huth/Montag eröffnete. Und war die Abwehr dann doch einmal überspielt, so stand immer noch ein starker Julien Bro im Tor, der der Mannschaft die nötige Sicherheit gab.

Insgesamt eine überragende Leistung von beiden Mannschaften, die für das Max-Planck-Gymnasium ein Novum darstellt und daher sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt. Darüber hinaus haben es auch drei Brüderpaare (Karrenbauer, Schikofski, Peifer) geschafft, die Reise nach Berlin gemeinsam anzutreten.

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