Im Rahmen des Girls` Day am 26.04.2018 besuchte eine Gruppe von 18 Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis die Frankreich-Zentrale des Internetgiganten Google in Paris und bekam einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag des Global Players.

Nach einer kurzweiligen Fahrt mit dem ICE von Saarbrücken nach Paris erreichte die Besuchergruppe unter der Leitung von Informatiklehrerin Yvonne Meyer gegen 10:30 Uhr die Frankreich-Zentrale des US-Internetkonzerns Google in Paris. Gemeinsam mit der Informatik-Professorin Verena Wolf und Frau Savina Takeva von der Koordinationsstelle Gender Equality MINT (GEM), die ebenfalls mit in Paris waren, konnte sie bereits zum zweiten Mal einer Gruppe von ausgewählten Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis einen sehr eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen von Google und YouTube ermöglichen. Dabei konnten die Teilnehmerinnen einiges über die breiten Aufgabenfelder von Software-Entwicklerinnen oder auch Mathematikerinnen erfahren.

Informatik: für Mädchen

Die Kooperation zwischen der Universität des Saarlandes und dem Max-Planck-Gymnasium Saarlouis begründet Frau Professorin Wolf unter anderem mit dem besonderen Lehrangebot des Max-Planck-Gymnasiums: "Das MPG ist eines der wenigen Gymnasien, an denen Schüler und Schülerinnen schon in der Mittelstufe Informatik-Unterricht haben. Sie können so ihr Talent schon früh erkennen. Frühzeitiger Informatikunterricht bringt auch mehr weibliche IT-Talente hervor, die aktiv unsere digitale Welt gestalten. Bei Google können die Mädchen genau solche Frauen kennenlernen." Vor Ort wurde die Gruppe von ihrem Ehemann Pepijn Crouzen betreut, der in Paris für Google als Softwareentwickler tätig ist.

Keine Berührungsängste: Workshops!

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung seiner Arbeit folgte schon gleich der erste Workshop für die Schülerinnen, in dem die Teilnehmerinnen interaktiv und sehr anschaulich die Funktionsweise eines MapReduce-Algorithmus erfahren und mit viel Elan optimieren konnten. Unterstützt wurde Pepjin Crouzen dabei von mehreren jungen Google-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Ländern der Welt. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen auch schon erleben, wie wichtig neben der hohen Sachkenntnis auch eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit für die Arbeit in international zusammengesetzten Teams ist. Im Anschluss folgten zwei weitere Workshops, in denen die Mädchen des Max-Planck-Gymnasiums mit viel Spaß und Eifer eigene Android-Apps programmieren konnten.

In der Mittagspause hatte die Besuchergruppe die Möglichkeit, im hauseigenen Restaurant gemeinsam mit anderen Googlern zu Mittag zu essen und danach bei einem kurzen Rundgang durch verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche etwas von der beeindruckenden Arbeitsatmosphäre bei Google in Paris aufzuschnappen.

Fragen und Antworten

Schließlich wurde den Schülerinnen noch die Möglichkeit geboten, sich direkt mit Fragen an die sie mitbetreuenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Google zu wenden. Informatik-Lehrerin Yvonne Meyer hält gerade diesen direkten Kontakt zu den Mitarbeitern vor Ort für besonders wichtig. "Der Beruf des Entwicklers wird konkreter. Und in der abschließende Fragerunde können sie selber genau das erfragen, was für ihre Entscheidung wichtig ist."

Der Softwareentwickler Pepijn Crouzen machte dabei auch deutlich, dass Google sehr an deutlich mehr Bewerbungen von Universitäts- bzw. Hochschulabsolventinnen interessiert ist. Zu viele "unentdeckte Talente" würden nicht auf die Idee kommen, sich mit einer beruflichen Zukunft in der IT-Branche auseinanderzusetzen. Eine mögliche Entscheidungshilfe könnten dabei auch die Praktika bieten, die Google sowohl für Studentinnen und Studenten aber auch schon für Schülerinnen und Schüler anbietet. "Das MPG ist eines der wenigen Gymnasien im Saarland, das seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit für ein freiwilliges Oberstufenpraktikum eröffnet. In diesem Rahmen wäre es denkbar, dass künftig auch Schülerinnen und Schüler des MPG erste Kontakte zu Google knüpfen könnten", ergänzte Christoph Kastner, der am MPG mitverantwortlich für die Studien- und Berufsorientierung ist und die Gruppe nach Paris begleiten durfte. Aus Sicht aller Beteiligten war der Tag ein voller Erfolg.

Sponsor: Universität des Saarlandes

Die Kosten für die Hin- und Rückfahrt per Zug wurden vom Exzellenzcluster für Multimodal Computing and Interaction an der Universität des Saarlandes übernommen. Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Erlebnis für die Schülerinnen der 9. Klassenstufe nicht möglich gewesen.

Grupppenbild

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