Französisch und Englisch müssen von allen Schülern/innen gelernt werden. Eine Sprache wird als Eingangssprache gewählt, die andere kommt als 2. Fremdsprache ab der Klassenstufe 6 hinzu. Beide Sprachen werden von Klassenstufe 5 bzw. 6 bis zur Klassenstufe 10 durchgehend unterrichtet.
Wichtig ist für uns, dass die jungen Menschen die beiden modernen Welt- und Wissenschaftssprachen Englisch und Französischen beherrschen und in der Schule auch gelernt haben, "wie man Sprachen lernt". Weitere Fremdsprachenkenntnisse können von dieser Basis aus je nach Interessen und beruflicher Notwendigkeit erworben werden, z.B. in Zusatz- und Wahlkursen an der Schule, während des Studiums oder im Laufe des späteren (Berufs)lebens. Fremdsprachen werden häufig auch außerhalb der Schulzeit erlernt. Zusätzliche Kenntnisse in Mathematik, Informatik und den Natur- und Umweltwissenschaften erwirbt man aber in der Regel als Erwachsener kaum. Die meisten müssen in Bereichen, die für die Gestaltung der Wirtschaft und der Gesellschaft in der Zukunft entscheidend sein werden, meist mit dem "auskommen", was sie in der Schule gelernt haben. Wir wollen deshalb am Max-Planck-Gymnasium die Ausbildungsphase an der Schule nutzen, um anstelle einer zusätzlichen Fremdsprache in besonderer Weise die Interessen und Kenntnisse unserer Schüler/innen im Bereich der Naturwissenschaften (z.B. Umweltfragen und Technik), der Mathematik und der Informationstechnologie zu prägen und zu vertiefen.
Welche Bedeutung hat das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil für den Unterricht?Die Zeit, die "sprachliche" Gymnasien für das Erlernen einer 3. Pflichtfremdsprache in den Klassenstufen 9 und 10 brauchen (je 5 Wochenstunden), wird am Max-Planck-Gymnasium Saarlouis für eine Vertiefung der Kenntnisse und Fähigkeit in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie verwendet. Das Fach Physik zählt in diesen beiden Schuljahren als "Hauptfach". Vertiefung heißt, dass im Vergleich zu den sprachlichen Profilen keine anderen Lernziele und Themen erarbeitet werden, sondern dass mehr Zeit ist zum Festigen des Erlernten durch praktische Anwendungen (z. B. Praktika und zusätzliche Versuche in Chemie und Physik) und durch Erweiterung einzelner Problembereiche (z. B. im Fach Mathematik das Kennenlernen von Anwendungsmöglichkeiten mathematischer Verfahren). In allen anderen Jahrgangsstufen und Fächern sind die Stundentafeln und Inhalte die gleichen wie an anderen Gymnasien des Saarlandes.
Können am Max-Planck-Gymnasium auch weitere Fremdsprachen, z.B. Spanisch oder Italiensich erlernt werden?Zusätzliche Fremdsprachen am Max-Planck-Gymnasium Saarlouis werden in Arbeitsgemeinschaften oder im Wahlunterricht der Oberstufe angeboten. Ab der Klassenstufe 9 können AGs für Italienisch oder Russisch eingerichtet werden. Chinesich wird in einer klassenstufenübergreifenden Arbeitsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Trier gelernt. Ab der Klasse 11 werden Spanisch und Latein angeboten. Häufig erfolgen diese zusätzlichen Angebote auch in Kooperation mit den anderen Gymnasien in Saarlouis. Italienisch wird als AG ab Klasse 9 und als Wahlunterricht ab Klasse 11 angeboten.
Und wenn für ein späteres Studium "Lateinkenntnisse" gefordert sind?Für einzelne Studiengänge an der Universität müssen neben der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) auch Lateinkenntnisse nachgewiesen werden: z.B. Theologie, Geschichte und romanische Sprachen. Wer am Max-Planck-Gymnasium Saarlouis das Fach Latein ab der Klassenstufe 11 als Zusatzkurs belegt (3stündig), kann im Rahmen seiner Abiturprüfung auch das "Latinum" erwerben. Viele belegen allerdings erst nach der Entscheidung für ein bestimmtes Studienfach an der Universität einen Kurs "Latein für ... (z.B. Theologen, Historiker usw.) und können so einen erforderlichen Nachweis für Lateinkenntnisse erbringen.
Ist der Weg auf das Gymnasium für mein Kind richtig?Wenn Sie unsicher sind, ob der Weg auf dem Gymnasium für Ihr Kind richtig ist, könnten Ihnen diese drei Fragen hilfreich sein:
- Stimmen Ihre Vorstellungen und Wünsche hinsichtlich des Bildungs- und Entwicklungsweges mit den Vorstellungen und Wünschen Ihres Kindes überein?
Ein Kind gegen seinen erklärten Willen aufs Gymnasium zu schicken, hilft in der Regel wenig.
Wenn Ihr Kind unbedingt auf das Gymnasium will, Sie aber große Bedenken haben und sich einen anderen Bildungsweg für Ihr Kind vorstellen, können sich auch Schwierigkeiten ergeben. - Wie sehen Leistungsbild und Lernergebnisse nach den 4 Grundschuljahren aus?
- Notenbild und Aussagen des Entwicklungsberichtes
- Meinung und Empfehlung der Grundschullehrkräfte - Welchen Eindruck haben Sie (oder andere Erwachsene, die das Kind beurteilen können) von der Lernbereitschaft und Lernfähigkeit des Kindes? Gesichtspunkte können sein:
- Interesse und Freude am schulischen Lernen
- Selbständigkeit und Ausdauer (z. B. beim Anfertigen der Hausaufgaben)
- Merkfähigkeit und Gedächtnis
- Fähigkeit, sich auszudrücken und zu formulieren
- Belastbarkeit und Bereitschaft, sich anzustrengen


